Über Horst Adler

Kurzlebenslauf
 

Geboren am 30.12.1928 in Schweidnitz.

Besuch der katholischen Volksschule für Jungen (Hans-Schemm-Schule) (1935-1939) und der städt. Schlageter-Oberschule für Jungen bis zur Versetzung nach U II (Ostern 1939 – Sommer 1944).

Anschließend von August 1944 bis Februar 1945 Kriegseinsatzführer. Gegen Kriegsende beim Volkssturm (1. HJ-Regiment Niederschlesien) in Giersdorf/Bächeltal im Riesengebirge.
Im Wallenstein’schen Friedland Flucht aus kurzer russischer Kriegsgefangenschaft.

Auf einigen Umwegen über Salzgitter am Harz schließlich am 20. Juli 1945 in Regensburg, wo er Eltern und Schwester wiederfand.

April 1946 – Juni 1948: noch einmal auf die Schulbank mit Abschluss Abitur.

1948 – 1953 Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte, zunächst an der Phil.- theologischen Hochschule Regensburg (damals Zweigstelle der Universität München), dann an der Universität Würzburg. Abschluss mit dem 1. Staatsexamen.

1954/55 Studienreferendar an der Oberrealschule Amberg/Oberpfalz.
Abschluss: 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien.

1955/57 Studienassessor an der Oberrealschule Landshut/Niederbayern.

Von September 1957 bis 1985 am Goethe-Gymnasium Regensburg, zuletzt als Studiendirektor.

Seit 1994 verwitwet; vier Kinder.

Verstorben am 01.12.2014 in Regensburg


Tätigkeiten für Schweidnitz:

– Aufbau einer umfangreichen Sammlung zur Geschichte von Schweidnitz. 1994 Vertragliche Übereignung der „Sammlung Adler“ an die Stadt Görlitz und dort Eröffnung einer ständigen Ausstellung „Schweidnitz“ im Barockhaus, Neißstraße 30. (s. „Bestandsverzeichnis“ und „Kleiner Führer durch die Ausstellung“)

– Erschließen von Material zu einer Stadtgeschichte in den 80er Jahren auf jeweils mehrwöchigen Studienreisen nach Schlesien. Studien in Schweidnitz, besonders aber in der Universitätsbibliothek in Breslau. Knüpfung von hilfreichen Kontakten zu polnischen Historikern und Museumsleuten führte zu fruchtbarer Kooperation.

– Immer wieder Studienreisen, etwa nach Berlin (Staatsbibliothek und Staatsarchiv Dahlem), München (Staatsbibliothek und Institut für Zeitgeschichte), Görlitz.

– Sicherung der gedruckten Literatur zu Schweidnitz aus allen wichtigen westdeutschen Bibliotheken (Fernleihe und Kopien); sogar aus der damaligen DDR (Leipzig, Ostberlin). Erlernung von Grundzügen der polnischen Sprache, um auch die polnischsprachige Literatur auswerten zu können.

– Korrespondenz mit Zeitzeugen zur Sicherung ihrer Kenntnisse für die Stadtgeschichte.